Aus dem Berliner Landwehrkanal wird eine junge Frau, die sich das Leben nehmen wollte, gerettet; sie gibt an, die überlebende Zarentochter Anastasia zu sein, von anderen wird sie für die zur selben Zeit verschwundene Polin Franziska Schanzkowski gehalten. Sie nennt sich später Anna Anderson und versucht vergeblich, ihre Anerkennung als Anastasia gerichtlich zu erstreiten. Am 28.02.1967 entscheidet das OLG Hamburg, dass ihr der Beweis für ihre Behauptung nicht gelungen sei; bestätigt vom BGH am 17.02.1970, dem 50. Jahrestag des Beginns der “Anastasia-Legende”. Im Oktober 1994 wird bekannt gegeben, dass es sich bei Anna Anderson eindeutig nicht um die Zarentochter Anastasia handelt, sondern um die Polin Franziska Schanzkowski. Unklar ist weiterhin, ob Anderson die Öffentlichkeit bewusst täuschte oder aufgrund einer psychischen Erkrankung tatsächlich glaubte, die Tochter des Zaren zu sein.