Während des Ersten Weltkriegs wurde 1916 der Bau der Eisenbahnbrücke über den Rhein in Auftrag gegeben, um Truppen und Kriegsmaterial an die Westfront zu bringen. 1918 taufte Kaiser Wilhelm II. das Bauwerk auf den Namen „Ludendorff-Brücke“, die dann am 1. Mai 1918 in Dienst gestellt wurde. Nach der Fertigstellung des Tunnels durch die Erpeler Ley auf der rechten Rheinseite erfolgte am 1. September 1919 die Betriebseröffnung der Eisenbahnstrecke. Die Stahlbrücke war 325 Meter lang. Der höchste Punkt des Bogens betrug 29,25 Meter. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs erlangte die Brücke große Aufmerksamkeit: Am 7. März 1945 konnten amerikanische Truppen dort unerwartet den Rhein überqueren. Somit war das Ende des Kriegs in greifbare Nähe gerückt. Am 17. März 1945 brach die schwer beschädigte Brücke in sich zusammen und begrub mindestens 30 US-Soldaten unter sich. Bei dem Einsturz blieben lediglich die Brückenpfeiler erhalten. In den linksrheinischen Brückenpfeilern an der Rheinpromenade in Remagen wurde 1980 ein Friedensmuseum eingerichtet.