Am 4. Mai, vier Tage vor dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkriegs, übernehmen amerikanische Truppen in Salzburg das Kommando. Noch im Frühjahr fällt die Entscheidung zugunsten einer Wiederbelebung der Festspiele: Otto von Pasetti wird mit der Organisation betraut, Baron Puthon kehrt in das Amt des Festspielpräsidenten zurück. Am 12. August werden die Festspiele im Stadtsaal mit einer Feierstunde eröffnet. Puthon und der amerikanische General Mark Clark halten die Festreden; Aufführungen von Hugo von Hofmannsthal, dessen Werke mit Ausnahme der Opernlibretti für Richard Strauss in den sieben Jahren zuvor verboten gewesen waren, Mozarts Oper “Die Entführung aus dem Serail” unter dem Dirigenten Felix Prohaska, welche via Rundfunk in die USA übertragen wird und zahlreiche Konzerte zumeist mit dem Mozarteum-Orchester stehen auf dem Programm.