In der DDR finden die ersten und letzten freien Wahlen zur Volkskammer statt. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis beträgt die Wahlbeteiligung 93,22%. Die „Christlich-Demokratische Union“ CDU erringt die meisten Mandate mit 40,91% (164 Mandate). Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 21,84% (87 Sitze). Partei des Demokratischen Sozialismus PDS 16,33% (65 Sitze). Deutsche Soziale Union DSU 5,28% (25 Sitze). Bund Freier Demokraten – Die Liberalen BFD 5,28% (21 Sitze). Bündnis 90 2,90% (12 Sitze). Die Christdemokraten bilden gemeinsam mit der DSU und dem „Demokratischen Aufbruch“ ein Wahlbündnis unter dem Namen „Allianz für Deutschland“. Das Bündnis verfehlt allerdings knapp die Mehrheit und bildet daher mit den Liberalen und der SPD eine große Koalition.
Am 12.04.1990 wird Lothar de Maizière (CDU) zum Ministerpräsidenten gewählt.