Blumenhändler Enver Simsek aus Schlüchtern (Main-Kinzig) wird beim Sortieren von Pflanzen in seinem Kleintransporter in Nürnberg von den Tätern überrascht. Sie feuern neunmal auf den 38 Jahre alten Vater von zwei Kindern. Simsek stirbt zwei Tage später. Er ist das erste NSU-Opfer. Die Tat wird von staatlicher Seite als rechts motiviertes Tötungsdelikt anerkannt. Der erste Fall in einer Serie, die sechs Jahre und neun Morde im ganzen Land umfasst, und deren Opfer mutmaßliche Schuldner oder Abtrünnige der türkischen Mafia sein sollen. Die Tatwaffe ist jedesmal eine Ceska, Typ 83, Kaliber 7,65 mm mit Schalldämpfer. Erst Jahre später werden die Täter identifiziert, zwei junge Männer, die der rechten Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund NSU angehören.