Seit dem 1. Januar 1974 mussten alle neuen Autos in der BRD über Sicherheitsgurte verfügen. Die 1976 eingeführte Gurtpflicht wurde aber lange Zeit unzureichend angenommen. Es gab viele Kritiker, die darin eine Einschränkung der persönlichen Freiheit witterten oder aber den Sicherheitseffekt als unzureichend bewiesen ansahen. Erst als das Fahren ohne Gurt seit dem 1. August 1984 mit einem Bußgeld von 40 Mark geahndet wurde, hatten die Deutschen ein Einsehen: die Anschnallquote stieg von etwa 60 auf über 90 Prozent. Die positive Entwicklung der Verkehrsunfallopferstatistik brachte die Skeptiker bald zum Verstummen.