Das Innenministerium bestätigt Medienberichte über einen schwerwiegenden Hackerangriff auf das Computernetzwerk des besonders gesicherten Informationsverbunds Berlin-Bonn, der das Bundeskanzleramt, die Bundesministerien, den Bundesrechnungshof und die Sicherheitsbehörden umfasst. Der möglicherweise bereits seit einem Jahr laufende Cyberangriff ist im Dezember entdeckt worden. Hinter dem Angriff wird eine von der russischen Regierung geleitete Spionagegruppe vermutet. Den Hackern ist es gelungen, Schadsoftware einzuschleusen und möglicherweise Daten abzuziehen. Betroffen ist u.a. das Außen- und Verteidigungsministerium. Die Bundesverwaltung hat die Schadsoftware inzwischen unter Kontrolle gebracht, aber laut des Geheimdienst-Kontrollgremiums sind die Sicherungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen.