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23. April 2010

Hilfsgesuch Griechenlands wegen drohender Staatspleite

Ministerpräsident Giorgos Papandreou bittet vor einer Urlaubspostkartenlandschaft auf der Kastelorizo um Finanzhilfe der Europäischen Union. Am Tag davor war bekannt geworden, dass sich das Budgetdefizit auf 13,6% der Wirtschaftsleistung beläuft. Der Schuldenberg von 273 Milliarden Euro entspricht 115% des Bruttoinlandsprodukts und liegt weit über dem von der EU erlaubten Gesamtschuldenstand von 60%. 150 Milliarden Euro sind notwendig, um die Staatspleite abzuwenden. Ein Drittel soll der IWF abdecken. Für Deutschland stehen Hilfszahlungen bis zu 28 Milliarden Euro an.
In der Folge verschärft sich die Finanzkrise in Europa massiv und weitere Euro-Länder kommen in Schwierigkeiten: nach Griechenland und Portugal stuft die Ratingagentur Standard & Poor’s auch Spanien herab.

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