Am 8. Februar 1940 erklärte der deutsche Polizeipräsident von Lodz die im Norden gelegenen Stadtteile Stare Miasto, Baluty und Marysin per Dekret zum Ghetto, das alle nichtjüdischen Bewohner bis zum 30. April beziehen müssen. Das Ghetto wird hermetisch mit Stacheldraht abgeriegelt, ca. 203.000 Juden werden auf vier Quadratkilometern ohne Kanalisation und meist ohne Wasserleitungen eingepfercht. Kommen und Gehen ist nur mit deutscher Erlaubnis möglich. In vier Jahren sterben 120.000 Menschen den Hungertod.