Die Frankfurter Nationalversammlung nimmt die “Paulskirchen-Verfassung” an, die ein Deutsches Reich unter dem Kaisertum des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. vorsieht. Nach zehnmonatigen Beratungen hatte sich das Nationalparlament auf eine Verfassung für das Deutsche Reich geeinigt, die zum ersten Mal in der deutschen Geschichte den Bürgern unveräußerliche Grundrechte gewährt. Angestrebt wird die “kleindeutsche Lösung”, also eine Einigung der Deutschen ohne Österreich unter Preußens Führung mit 290 zu 248 Stimmen. Diese erste Verfassung tritt jedoch nie in Kraft, da sich Preußens König Friedrich Wilhelm IV. weigert, die Kaiserkrone anzunehmen.