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03. Juni 1995

NATO kündigt schnelle Eingreiftruppe für Bosnien an

Auf einer Tagung der Außen- und Verteidigungsminister der NATO und EU wird – einer französischen Initiative folgend – die Aufstellung einer bis zu 12.500 Mann starken, aus französischen, niederländischen und britischen Soldaten bestehenden “Schnellen Eingreiftruppe” (RDF = Rapid Deployment Force) zum Schutz der UNO-Soldaten in Bosnien-Herzegowina beschlossen. Der UNO-Sicherheitsrat genehmigt diese am 16. Juni bei Stimmenthaltung Russlands und Chinas “unter dem gegenwärtigen Mandat” für die UNPROFOR-Truppen. Die Bundesregierung beschließt am 26.6.1995 einen Beitrag der Bundeswehr (Lufttransport, Sanitätsbereich, Tornado- Flugzeuge), dem der Bundestag am 30.6.1995 zustimmt. Die bosnischen Serben lassen im Laufe des Monats die als Geiseln genommenen UN-Soldaten frei, die letzten am 18.6.1995.

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