München – Beate Zschäpe lässt dem Richter über die sie begleitenden Polizisten mitteilen, dass sie ihren drei Verteidigern das Vertrauen entzieht.
Der Prozess wird unterbrochen; dem Antrag in den folgenden Tagen jedoch nicht stattgegeben. 2011 wurde sie wegen des Verdachts der Mittäterschaft in der rechtsextremen Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” NSU verhaftet. Sie lebte mit den Haupttätern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt unter einem Dach. In den bisherigen 128 Verhandlungstagen schwieg sie konsequent zu allen Vorwürfen. Am Vortag hatte Tino Brandt, ehemaliger Aktiver der Thüringer Neonaziszene und V-Mann des Verfassungsschutzes, als Zeuge gegen Zschäpe ausgesagt.