Wegen des Erdstoßes der Stärke 7,3 gibt das US-Tsunami-Zentrum eine Tsunami-Warnung für fast alle Karibikstaaten heraus. Das Beben ereignet sich kurz vor 23.00 Uhr MEZ, das Epizentrum befindet sich nach Angaben des US-Erdbebenzentrums 22 Kilometer westlich von Port-au-Prince. Nach dem Hauptbeben wird Haiti den Angaben zufolge von zwei weiteren Erdstößen erschüttert. Sie haben nach US-Angaben die Stärke 5,9 und 5,5. Das US-Tsunami-Zentrum löst Alarm für fast alle Karibikstaaten aus, besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Haiti, Kuba, den Bahamas und der Dominikanischen Republik. Es werden 100 000 bis 200 000 Todesopfer befürchtet. Ursache ist die Verschiebung der karibischen gegen die nordamerikanische tektonische Platte. Am 20. Januar folgt ein Nachbeben der Stärke 6,0.
Gemessen an der Zahl der Todesopfer (zwischen 250.000 und 300.000) handelt es sich um das schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas, sowie um das weltweit verheerendste Beben des 21. Jahrhunderts.