Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs der Bundesländer einigen sich nach heftigen Diskussionen über eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland bis 7. März. Als Grund werden die hoch ansteckenden Mutationen aus Großbritannien, Südafrika und Braslien genannt.
Derzeit stecken sich ca. 8.050 Menschen mit dem Virus an, ca. 850 sterben täglich. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 64,2. Die statistische Tendenz weist also klar auf eine Besserung der Situation hin. Doch die Regeln werden mitten im “Spiel” geändert: die Inzidenz soll unter 35 statt 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner betragen, um weitere Öffnungen zu ermöglichen.
Ab 1. März dürfen die Frisöre wieder öffnen; Geschäfte, Gaststätten und Hotel bleiben zu. Es gelten weiterhin Maskenpficht und Hygieneauflagen. Auf ein einheitliches Konzept für Schulöffnungen und Kindergärtenöffnungen könenn sich die Politiker nicht einigen; daher entscheiden die Bundesländer selbständig.
Die Opposition im Bundestag kritisiert die Beschlüsse scharf. Das Parlament wurde wieder nicht einbezogen, ein klares Konzept für die Zukunft fehlt und mit den Schutzimpugen geht es einfach nicht voran.
Bisher gab es seit 2020 2,3 Mio. Ansteckungen, 2 Mio. Menschen sind wieder genesen (diese Zahl steigt ebenfalls kontinuierlich an), 64.000 Menschen starben. Im Länderindex der Coronabekämpfung liegt Deutschland nur auf einem mittleren Platz (55 von 98 Ländern). Jede Woche Lockdown kostet 1,5 Milliarden Euro.